Mittwoch, 21. Januar 2009

Minden-Barkhausen: Auch Germanicus hinterließ seine Spuren

Ems und Weser waren im römisch-germanischen Krieg von zentraler Bedeutung. Nicht nur die bekannteste Auseinandersetzung dieses Krieges, die Varusschlacht, hinterließ Spuren, wie etwa beim Kalkrieserberg am Wiehengebirge. Der in 15 und 16 n.Chr. durchgeführte Versuch der Rückeroberung hinterließ einen ersten Stempel an der Weserfurt:

"...Für Aufregung sorgt auch eine Grabung an der Porta Westfalica: Münzen, Nägel von Legionärsschuhen und Zeltheringe wurden dort freigelegt. Der Ausgräber Daniel Berenger ist sicher: ’Hier haben Tausende von Soldaten campiert’. Sein Verdacht: Das Lager könnte ins Umfeld der ‚Schlacht von Idistaviso’ gehören. Bekannt ist, dass Arminius 16 nach Christus an der Weser einen Frontalangriff auf ein Acht-Legionen-Heer wagte. Er entkam knapp..." (Zitat aus dem Spiegel, Nr. 51, 15.12.08, Feldherr aus dem Sumpf, Seite 126 ff., hier Seite 131.)




Hier bei Barkhausen (Bildmitte, rechts neben der Porta), direkt unterhalb der Porta Westfalica, befand sich eine Furt durch die Weser. Der Feldherr Germanicus rückte im Jahre 16, von der Nordsee aus mit 1000 Schiffen über die Flüsse kommend, an, um die Cherusker endgültig zu vernichten. An dieser Furt aber kam es zur ersten Auseinandersetzung. Zunächst nur verbal, als sich Arminius und sein auf römischer Seite kämpfender Bruder Flavus in die Haare gerieten.

Als wenig später die batavischen Reitertruppen des Germanicus zum ersten Angriff auf dem östlichen Ufer übergingen, fiel dort deren Reitergeneral Chariovalda. Auf den Feldern von Idistaviso und am Angrivarierwall entschied sich danach endgültig das Schicksal gegen Germanicus und gegen eine Romanisierung Germaniens.

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